Konflikt beginnt mit gegensätzlichen Interessen
Eine Figur möchte eine Antwort, die andere will Zeit gewinnen. Eine sucht Nähe, die andere Distanz. Eine will überzeugen, die andere ihr Gesicht wahren. Diese Ziele geben jeder Zeile Richtung.
Konflikt hat viele Formen
- offener Widerspruch,
- Ausweichen oder Schweigen,
- unterschiedliche Interpretation derselben Situation,
- Informationsvorsprung,
- soziale Hierarchie oder Abhängigkeit,
- unausgesprochene Verletzung oder Angst.
Gerade die stilleren Formen überschneiden sich mit Subtext im Dialog.
Macht verändert Sprache
Wer mehr zu verlieren hat, spricht anders. Eine Figur kann inhaltlich recht haben und trotzdem vorsichtiger formulieren, weil das Gegenüber über Status, Wissen oder Ressourcen verfügt. Solche Unterschiede machen Dialoge dynamisch.
Konflikt sollte sich verändern
Wenn beide Figuren zehn Zeilen lang denselben Standpunkt wiederholen, entsteht keine Entwicklung. Interessanter ist, wenn neue Informationen, Druck oder Fehlentscheidungen die Gesprächslage verändern.
Der Leitartikel Dialoge schreiben zeigt, wie Konflikt mit Stimme, Ziel und Funktion zusammenspielt.
Konflikt prüfen
- Was will jede Figur?
- Warum können nicht beide Ziele gleichzeitig erfüllt werden?
- Wer besitzt im Moment mehr Macht?
- Wie verändert sich die Lage während des Gesprächs?
- Welche Konsequenz bleibt nach dem Dialog bestehen?

TIEFER ARBEITEN
Dialogwerkstatt
Für die systematische Arbeit an Gesprächszielen, Macht, Reibung und Subtext.
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