Vor dem Anschreiben
Prüfe, ob der Verlag dein Genre veröffentlicht und ob Manuskripte aktuell angenommen werden. Notiere die geforderten Unterlagen exakt. Manche Häuser wünschen ein Formular, andere eine E-Mail, wieder andere akzeptieren Einreichungen nur über bestimmte Ansprechpartner oder Zeiträume.
Was gehört in ein gutes Anschreiben?
Das Anschreiben sollte vor allem Orientierung geben. Nenne Titel oder Arbeitstitel, Genre, Zielgruppe, Umfang und den Status des Manuskripts. Beschreibe die Kernidee knapp und konkret. Wenn es einen nachvollziehbaren Grund gibt, warum du gerade diesen Verlag ansprichst, kannst du ihn nennen.
Eine kurze relevante Autoreninformation gehört ebenfalls hinein. Relevant bedeutet: Informationen, die für das Projekt, deine publizistische Erfahrung oder besondere Fachkompetenz tatsächlich etwas erklären. Eine ausführliche Lebensgeschichte ist nicht nötig.
Projekt identifizieren
Titel, Genre, Zielgruppe, Umfang und Manuskriptstatus.
Kernidee formulieren
Worum geht es – und welcher zentrale Konflikt trägt den Roman?
Passung zeigen
Nur wenn tatsächlich begründbar: Warum passt das Projekt zum Programm?
Unterlagen benennen
Welche Anhänge sind beigefügt: Exposé, Leseprobe und gegebenenfalls weitere geforderte Informationen?
Exposé und Leseprobe
Das Exposé ist keine geheimnisvolle Rückseitentext-Version des Romans. Es soll das Projekt prüfbar machen und enthält deshalb in der Regel auch den tatsächlichen Handlungsverlauf einschließlich des Endes. Die Leseprobe zeigt dagegen, ob der Text auf Satz-, Szenen- und Stimmebene trägt.
Versende nur den Umfang, den der Verlag verlangt. Ein vollständiges Manuskript ungefragt anzuhängen kann unpraktisch sein und widerspricht möglicherweise den Einreichungsregeln.
Typische Fehler
- Massenmail ohne erkennbare Programmpassung
- falscher Ansprechpartner oder falscher Verlag im Text
- Genre und Umfang fehlen
- reine Selbstbewertung wie „garantierter Bestseller“ statt konkreter Projektbeschreibung
- Exposé verschweigt das Ende
- Leseprobe oder Dateiformat ignoriert die Vorgaben
- übermäßig große Anhänge
- mehrfaches Nachfragen in sehr kurzen Abständen
Einreichungen dokumentieren
Führe eine Liste mit Verlag, Datum, versendeten Unterlagen, eventueller Eingangsbestätigung, angekündigter Bearbeitungszeit und Rückmeldung. So verhinderst du Doppelversand und weißt auch Monate später noch, welche Fassung wohin ging.
Vor dem Absenden
- Passt der Verlag nachweisbar zum Projekt?
- Entsprechen alle Unterlagen den aktuellen Vorgaben?
- Sind Dateinamen eindeutig und professionell?
- Stimmen Titel, Genre, Umfang und Kontaktdaten?
- Ist das Exposé vollständig und die Leseprobe sauber?
- Ist der Versand dokumentiert?
Wenn du den Vermittlungsweg erwägst, lies zusätzlich Literaturagentur oder direkt zum Verlag?. Den Gesamtprozess ordnet Buch veröffentlichen.

TIEFER ARBEITEN
Buchfinish
Unterlagen und Veröffentlichungsweg systematisch vorbereiten, ohne den Überblick zwischen Manuskript, Einreichung und Produktion zu verlieren.
Buchfinish kennenlernenNoch nicht veröffentlicht.